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Tierspuren und Fährten - erkennen und bestimmen

Tierspuren und Fährten

Autoren: Ohnesorg und Scheiba

Verlag: Bassermann, 1. Auflage 2012

Preis: Fr. 13.90 / € 9.99

ISBN: 978-3-8094-2998-2

Praktischer Begleiter im Alltag

 

Wer mit offenen Sinnen in der Natur unterwegs ist, kennt die Situation: Auf dem Boden, an einer Baumrinde, an einem Blatt ist „irgendwas“ anders. Stammt die Spur im halbtrockenen Schlamm vom Hund oder vom Fuchs? Habe ich endlich den Braunbären auf dem Randen nachgewiesen? Oder den Luchs oder den Waschbär? Schälte ein Rot- oder ein Damhirsch die Rinde, riss Wanderfalke oder Dachs die Taube? Und wurde der Zapfen vom Fichtenkreuzschnabel oder vom Eichhörnchen bearbeitet?

 

Auf gut 320 Seiten, davon 200 Seiten mit Bildtafeln, gibt das haltbar in einem Kunststoffeinband gebundene, handliche und praktische Buch Auskunft auf viele Fragen. Sinnvoll und übersichtlich geordnet in Kapiteln von „Trittsiegel“ über „Fraßspuren“ bis zu „Exkremente und Losungen“ wird ein sehr breiter Überblick über Zeichen in der Natur geliefert. Beim Durchblättern gibt es häufig ein „ach, hab ich schon gesehen, das ist also ein ....?“, umgekehrt wird man rasch fündig nach dem Auffinden einer unbekannten Spur. Stark ist das Kapitel „Trittsiegel“, hervorragend sind die vielen Zeichnungen mit hohem Wiedererkennungswert.

Die „Vogelnester“ leiden (naturgemäss) etwas unter geringer Unterscheidbarkeit, hier wären ein paar wenige, charakterisierende Worte teils hilfreich. Diese finden sich teils im Textteil, in dem die jeweiligen Arten, von denen die gezeigte Spur stammt, charakterisiert werden. Das macht das Buch bei aller Kompaktheit sehr informativ und umfassend. Die Auswahl und Anordnung der Darstellung lassen einen manchmal etwas unbefriedigt, da einerseits sehr seltene Arten zur Darstellung kommen (das Trittsiegel der Grosstrappe ist zwar nett zu sehen aber wenig relevant), für häufige Fragestellungen wie Amphibienlaich hingegen nur wenige Arten Darstellung finden.

 

Insgesamt legt der Bassermann-Verlag ein sehr lohnendes, erstaunlich preisgünstiges, handwerklich gut gemachtes Buch vor, das sich im Beobachtungsalltag bewährt.

 

Andreas Reich, Juni 2016


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Widen bei Neunkirch (Foto: S. Trösch)
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Randenhochflächen (Foto: S. Trösch)
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