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Am Ende des Archipels – Alfred Russel Wallace

Am Ende des Archipels - Alfred Russel Wallace

Autor: Matthias Glaubrecht

Verlag: Galiani, 1. Auflage, 2013

Preis: Fr. 36.90  / 32.-

ISBN: 978-3-86971-070-9

Eine historische Reise in die Welt der Wissenschaft

Geschichte ist langweilig? Wissenschaftsgeschichte erst recht? Weit gefehlt!

Die Evolutionstheorie ist von? Charles Darwin, klar. Wieder weit gefehlt.

Na ja, vielleicht nicht weit aber trotzdem daneben. Vermutlich war es Alfred Russel Wallace, der zuerst diese Theorie gedacht und vor allem formuliert hat. Nie gehört den Namen? Macht nix, denn jetzt gibt es was zu entdecken: Das Leben und Wirken von eben diesem Wallace und dessen Zusammenhang mit dem berühmten Charles Darwin. Und jetzt wird´s spannend:

 

Matthias Glaubrecht, man ist versucht zu sagen „nomen est omen“, hat dem aussergewöhnlichen und abenteuerlichen Leben des Alfred R. Wallace nachgespürt. Er stellt die Frage, wer denn nun zuerst die Theorie der Evolution entwickelt hat und auf welchem Weg. Daraus entstand trotz des Titelbezugs auf Wallace beinahe eine Doppelbiographie dieser beiden Wissenschaftler, die sich recht flüssig und anregend liest. Glaubrecht hat gründlich recherchiert und seine Erkenntnisse verarbeitet. Es ist die wissenschaftliche Grundhaltung zu spüren, was gelegentlich den Lesefluss etwas mühsamer macht – vor allem wenn die Wägungen zu wissenschaftsethischen Fragen sich wiederholen.

Das tut dem Ganzen jedoch keinen Abbruch, denn die Lektüre ist auf vielen Ebenen anregend. Man lernt viel über Leben und Lebenswelt der Protagonisten mit ihren unglaublichen Schicksalsschlägen, taucht ein in unterschiedliche Naturräume, liest über wissenschaftliches Arbeiten im 19. Jahrhundert und nicht zuletzt über die Evolutionstheorie. Und darüber hinaus: Es wird nicht jeden Tag eine Grundannahme aus der Schule wie „Die Evolutionstheorie ist von Charles Darwin“ und somit der eigene Blick auf die Welt in Frage gestellt.

 

Apropos Frage: Was und wo ist die Wallace-Linie? Nicht bekannt? Dieses Buch lesen!

 

Fazit: Ein Fachbuch wie ein Wissenschaftskrimi. Vielschichtig, spannend, doch nicht zu anspruchsvoll.

Andreas Reich, Juli 2019


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